Janine's Perspektive

Archive for January, 2012

Sauna Landschaften und Kulturen

Gestern war ich mit meinem lieben Mann schwimmen und ich hatte ihn extra gebeten, dass wir in das Schwimmbad mit der Sauna fahren. Meine Muskeln taten ziemlich weh und ich war verspannt. Gesagt, getan… Also erst mal schön ‘ne halbe Stunde Kampfschwimmen und dann rein in die Sauna. Und da wurde ich wieder daran erinnert wie es ist in eine britische Sauna zu gehen. Alle sitzen mit Schwimmsachen direkt auf dem Holz und SCHWITZEN. Ich war die einzige mit Handtuch drunter. In dieser Sauna wurden glücklicherweise kürzlich die Sitzflächen ausgetauscht und sahen noch recht appetitlich aus. Aber das Holz an den Wänden gegen die sich die Schwitzenden lehnen sprachen weiterhin Bände. Total vom Salz verätzt. Iiiiiighit.

Ich verstehe ja das man nicht nackig sein möchte…. obwohl der Hitzestau unter den Badesachen sicherlich auch nicht gesund ist, aber es ist sehr viel ekliger und ungesünder direkt auf dem Holz zu sitzen.  Naja… und wenn sie nicht gestorben sind… dann schwitzen sie noch heute… direkt auf’s Holz.


365 (6) Projekt – Entschluss

Ich habe mich entschlossen ab dem 1. Februar 2012 ein 365-Projekt bzw. dieses Jahr ist es ja ein 366-Projekt zu beginnen. Anlass dazu war ein Blogartikel hierzu auf www.wexcameras.de und ich möchte es durchziehen.

Gerade dieses Jahr wird es viele Veränderungen geben und da wird es echt spannend den Verlauf und die Veränderung der Umgebung (des Landes) zu verfolgen. Ich freu mich und bin voller Motivation. Ich hoffe echt, dass ich es durchziehen werde. Ich bin gespannt.

Spontane Ideen:

– Am Tag 52 unsere Hausnummer
– Unser Autokennzeichen
– Gummistiefel von oben hinein

– Englisches:
– Zwei Wasserhähne im Bad
– Full English
– Merge in turn sign
– Queueing


Kulturelle Krankheiten / Cultural illnesses

“Hörsturz” (sudden idiopathic hearing loss) seems to be another one of those cultural illnesses that occur more often in Germany than anywhere else. Funny how culture even effects our illnesses. Maybe that is the counterpart to the nut allergy in England. ah… no, I forgot that is already “Kreislaufprobleme” (disturbance to the circulatory system) 🙂


Blumen lassen das Herz jeder Frau höher schlagen…

Dieser Artikel ist ebenfall etwas älter (22/06/2009) und wurde auch von meinem alten Blog hierher gerettet.

…dieses ist allerdings nur der Fall, wenn der Mann den Weg in den Blumenladen gewagt hat. Sobald es auch nur annäherd so aussieht als hätte es – aus welchem Grund auch immer – nur für den Blumenstrauß von der Tanke gereicht, kann man(n) auch schon mal ein etwas angesäuerten Blick mit einem gegrummelten „Danke“ dafür bekommen.

Vor allem wenn es ein Anlaß wie z.B. Geburtstag, Muttertag etc. ist, der ja nun schon lange vorher bekannt ist und somit einige Zeit zur rechtzeitigen Beschaffung eines angemessenen Straußes zur Verfügung steht. Das Floristen sonntags geschlossen haben, wird als Entschuldigung nicht akzeptiert. Man(n) fragt sich dann, was so anders an diesem Blumenstrauß ist? Schließlich sind es doch auch Blumen. Die Einschweißung in Plastikfolie und der leichte Benzingeruch, der im Hintergrund des blumigen Duftes mitschwingt zerstört jedoch jedes Verständnis.

Nach meinem Umzug nach England mußte ich jedoch feststellen, dass es hier im Supermarkt diese Plastikfolie-Exemplare gibt und das diese auch häufig gekauft werden. Ich konnte sogar beobachten, dass diese Sträuße als vollwertige Geschenke für die Frau anerkannt werden. Selbst wollte ich auch jemanden eine Rose als „Dankeschön“ schenken. Als ich die Floristin fragte, ob sie mir die eine Blume nun noch ein bißchen verschönern könnte, wurde ich mit großem Fragezeichen-Gesicht angeschaut. Ich mußte die Blume dann quasi „Nackedei“ schenken und kam mir dabei etwas seltsam vor. Ich mußte allerdings auch feststellen, dass „richtige“ Blumensträuße aus einem „richtigen“ Blumenladen ihren Preis haben! Da kann ich die Männer verstehen. Somit freue ich mich auch über einen englischen Blumenstrauß von meinem englischen Mann. 🙂


I don’t do Reisverschlußverkehr!

Dieser Artikel ist schon etwas älter (22/05/2009) und wurde von meinem alten Blog gerettet.

Grrr! Eines der bekanntesten Vorurteile die dem Engländer vorauseilen ist, dass sie alle sich so gut benehmen und höflich eine Schlange bilden. Dieses geschieht auch häufig ohne Hinweisschilder, Abgrenzungen oder Einweiser. Ganz natürlich stellt der Engländer sich z.B. vor drei verfügbaren Geldautomaten in eine schöne Schlange und es geht dann immer der Nächste zum nächsten freien Geldautomaten.

Das ist ja alles schön und gut! Lustig ist dann auch zu beobachten, wenn der Engländer dann von Ausländern, die offensichtlich diese Tugend nicht eigen nennen können, gestört wird. London-Stansted Flughafen ist ein sehr gutes Beispiel! Ryanair und Co. bieten fröhlich weiter irgendwelche dämlichen Zusatztickets an mit denen man angeblich als Erstes an Board gehen darf. Wer macht hier eigentlich das Rechnen? Wenn alle dieses dämliche Ticket kaufen ist wieder eine ganz normale Schlange zu bilden und dann hat man Geld dafür bezahlt, dass man sich doch als Letztes in den Flieger setzen darf. Dämlich!

Naja, aber das ist ja eigentlich gar nicht das Thema. Also wenn der Engländer sich also nun ganz gepflegt in die Schlage stellt und dann z.B. ein Deutscher vorbei kommt und sich ganz gekonnt nach vorne drängelt oder sich ohne bezahlt zu haben in die „Ich-hab-Geld-gezahlt-damit-ich-angeblich-früher-in-den-Flieger-darf-der-sowieso-genug-Plätze-hat-damit-alle-mitkommen-Schlange“ zu stellen. Dann sieht man die besten Ausdrücke auf dem sonst so höflichen Gesicht des Engländers. Pure Empörung!

Wenn man aber jetzt zum Vergleich im Straßenverkehr kommt, dreht sich das Blatt gewaltig! Ich gebe zu, dass der Verkehr auf deutschen Straßen oft etwas rauh ist, aber das ist mir lieber als dieses blöde Rumgeblödel was auf England’s Straßen stattfindet. Also wo die Höfflichkeit gefährlich wird, ist wenn man z.B. jemanden aus einer Nicht-Vorfahrtsstraße einfach mal schnell rausbittet. Der guckt dann gar nicht auf die andere Seite, wo jemand vielleicht gerade nicht vom Höfflichkeitswahn geritten ist und knallt ihm einfach rein. Noch unlustiger ist es dann wenn Fußgänger involviert sind. Hiervon gibt es auch unzählige Beispiele! Ich habe es gehaßt die „Rechts-Vor-Links-Regel“ zu büffeln und diese hätte mir auch fast eine Fahrprüfung verhagelt, aber es macht Sinn und beruht nicht auf Freundlichkeit oder sowas.

Das absolut herrlichste Phänomen habe ich auf englischen Straßen beobachtet, wenn ein Fahrbahnstreifen auffhört. Im Schilderwald Deutschland würde hier dann ein Schild stehen, welches zum Reißverschluß auffordert… und wir haben das ja auch alle fleißig in den Fahrstunden gelernt. Und es macht Sinn! Aber der Engländer bekommt hier das Anstellen und die Höfflichkeit etwas durcheinander. Wenn, sagen wir in 500m ein Fahrbahnstreifen auffhört und hierfür auch ein Schild steht, reißt der Engländer das Lenkrad schon (fast) rum und macht sofort den Blinker an um auf den Fahrbahnstreifen zu wechseln, der weitergeführt wird. Somit kommt der Verkehr bei hohen Verkehrsaufkommen sofort zum Stillstand. Und warum? Weil der Engländer einen nicht rein läßt! Schlimmer kann man dieses aber dann noch erleben, wenn man die 500m bis zum Ende des Streifens weiterfährt und dann einschehren möchte. Dann kommt wieder der Gesichtsausdruck der Empörung und außerdem Ignoranz. Sie lassen dich einfach nicht rein. Wenn man dann ein Auto hat bei dem eine Delle mehr oder weniger nichst ausmacht, quetscht man sich einfach rein…man sollte es aber dann nicht wagen in den Rückspiegel zu schauen… Neeein! Da war er wieder: Der Blick der Empörung! Wenn man zögert, steht man dort einfach mal ein bißchen länger bis sich doch jemand erbahmt und einen reinläßt. Total unlogisch! Man blockiert lieber eine mehrspurige Kreuzung damit man bloß nicht einen zusammenführenden Fahrbahnstreifen bis zum Ende durchfährt. Es ist halt eine Lebenseinstellung und der Engländer sagt: „I don’t do ’Reisverschlußverkehr’!“